Struktur und Arbeitsweise

Basis und Finanzierung

Auf Basis der 79. Gesundheitsministerkonferenz von 2006, die eine bundesweite Gründung von Netzwerken zur Prävention von MRSA vorsah, ist das Netzwerk mre-owl.net (zuvor: mrsa-owl.net) 2009 entstanden. Der Aufbau und die Verankerung des Netzwerks beruht ausschließlich auf Eigenitiative der sieben ostwestfälischen Gesundheitsämter, die das Projekt eigenständig finanzieren. Die Kooperation mit der Fakultät für Gesundheitswissenschaften ergänzt die Netzwerkarbeit um eine interdisziplinäre, wissenschaftliche Perspektive.

Zwei Netzwerke in einem

Von August 2010 bis November 2012 haben wir uns im Netzwerkverbund "MRE-Netzwerk Nordwest" als eines von sieben Modellnetzwerken engagiert. Alle diese Modellnetzwerke verfolgen unterschiedliche Referenzthemen. Wir haben uns für das Thema "Rehabilitation" entschieden und fokussieren (auch nach Ende der Projektlaufzeit) weiter auf die Verbesserung der Prävention von MRE und die schnittstellenübergreifende Versorgung im Kontext der Rehabilitationskliniken in OWL. Eine ausführliche Beschreibung des Projekts finden Sie hier. Allerdings bitten wir zu beachten, dass die Seite z. B. in Bezug auf die AnsprechpartnerInnen veraltet ist. Nach Ablauf der Förderphase wurde diese nicht mehr gepflegt.

Lenkungsausschuss

Die Netzwerkpartner haben einen Lenkungsausschuss als Steuerungs- und Entscheidungsgremium des Netzwerks: 

  • Stadt Bielefeld: Dr. Ruth Delius, Dr. Peter Schmid
  • Kreis Gütersloh: Dr. Matthias Gubba
  • Kreis Herford: Dr. Marie-Luise Kluger
  • Kreis Höxter: Dr. Ronald Woltering
  • Kreis Lippe: Dr. Helmut Günther
  • Kreis Minden-Lübbecke: Dr. Peter Witte
  • Kreis Paderborn: Uwe Litwiakow
  • Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld: Prof. Dr. Claudia Hornberg, Annika Roth

Der Ausschuss wird durch eine Sprecherin/einen Sprecher (jährlich wechselnd) und durch die wissenschaftliche Leitung vertreten.
Sprecher: Uwe Litwiakow, Paderborn
Wissenschaftliche Leitung: Frau Prof. Dr. Claudia Hornberg, Universität Bielefeld 

Die Sprecher der Jahre 2009 bis 2012 können Sie unserem Endbericht der ersten Projektlaufzeit entnehmen. Der Lenkungsausschuss trifft sich in Abständen von etwa zwei Monaten in Bielefeld. Darüber hinaus arbeiten die genannten Mitglieder und weitere Mitarbeiter der Gesundheitsämter in drei Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern Informations- und Qualitätsmanagement sowie Praxismaterialien. Die Arbeitsgruppe 1 aktualisiert den Internetauftritt sowie die Inhalte der Homepage des Netzwerks. Arbeitsgruppe 2 widmet sich dem Qualitätsmanagement des mre-owl.net und arbeitet zu den Themen Wissenschaft, Fortbildung, Evaluation und der Festlegung von Standards (z. B. Screening- und Sanierungsstandards, Erhebungsbögen für Prävalenzscreenings). Die Arbeitgruppe 3 erarbeitet Materialien und Anleitungen für die Praxis, die für die MRE-Problematik sensibilisieren und über geeignete Maßnahmen informieren. Dabei ist es besonders wichtig Materialien zu entwickeln, die den Informationsfluss zwischen einzelnen Versorgungsbereichen (ambulant, stationär) fördern, wie z. B. Überleitungsbögen, Sanierungsbögen und Informationen für verschiedene Zielgruppen. Die themenbezogenen Arbeitsgruppen kommen je nach Abstimmungsbedarf zusammen.

Runde Tische

Runde Tische sind themenspezifische Treffen verschiedener Institutionen (z. B. Krankenhäuser, Labore) und Berufsgruppen (Ärzteschaft, Hygienekräfte, WundmanagerInnen). Themen sind z. B. "Umgang mit MRE in Rehabilitationskliniken" oder "Hygiene im Rettungsdienst".
Die Ansprache und Rekrutierung von TeilnehmerInnen für die Runden Tische sowie die Koordinierung erfolgt durch die am Projekt beteiligten Gesundheitsämter sowie die Universität Bielefeld. Diese Institutionen nehmen zu Beginn oder dauerhaft an einigen Treffen teil und übernehmen ggf. initial die Moderation eines Runden Tisches. Mittelfristig wird angestrebt, dass die Runden Tische eigenverantwortlich agieren. In allen Zuständigkeitsbereichen der sieben Gesundheitsämter Ostwestfalens kommen AkteurInnen im Rahmen der Runden Tische zusammen. Genauere Informationen können Sie unserem Endbericht der ersten Projektlaufzeit entnehmen.