Vergütung

Neue Gebührenordnungspositionen (GOP) seit 01.04.2014

Seit dem 1. April 2014 tritt die Anschlussregelung der MRSA-Vergütungsregelung in Kraft. Nach einer zweijährigen Einführungsphase werden Diagnostik und Therapie von PatientInnen mit MRSA nun über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) vergütet.

Die wichtigsten Neuerungen hier im Überblick:

  • Untersuchungs- und Behandlungsleistungen von PatientInnen mit MRSA sind fester Bestandteil des EBM: der Abschnitt 30.12 mit neun MRSA-Leistungen wurde geschaffen.
  • Die Vergütungsregelung zu festen Preisen außerhalb der Mengenbegrenzung wird befristet bis Ende März 2016 fortgesetzt.
  • Die Abrechnung ist in Zukunft an eine Qualitätssicherungsvereinbarung MRSA gebunden: diese ist noch nicht in Kraft getreten. Es gelten zunächst die bestehenden Anforderungen – zu finden im Anhang zu EBM-Abschnitt 30.12.

Hier finden Sie das GOP-Ablaufdiagramm für MRSA-RisikopatientInnen, eine Übersicht über die neuen GOP im EBM, bestehende Regelungen sowie weitere Informationen.

Leistungsvergütung in der häuslichen Krankenpflege

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 23.01.2014 beschlossen, dass MRSA-Behandlungen in der häuslichen Krankenpflege als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abgerechnet werden können.

Die Leistung ist allerdings an eine bestimmte Personengruppe gebunden:

„Die Verordnung setzt voraus, dass die Patientin bzw. der Patient aufgrund von körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder entwicklungsbedingt noch nicht vorhandenen Fähigkeiten nicht in der Lage ist, die im Rahmen der MRSA-Sanierungsbehandlung erforderlichen Maßnahmen mit ärztlicher Einleitung, Anleitung bzw. Überwachung selbst durchzuführen.“ (s. Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Anlage der Häusliche Krankenpflege-Richtlinie: MRSA-Eradikationstherapie, online verfügbar unter http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/1920/).

Der Beschluss ist am 1.5.2014 in Kraft getreten.