Übertragung

Die Übertragung von MRSA erfolgt vor allem im Akutkrankenhaus und fast immer durch direkten Kontakt mit den Händen – nur äußerst selten über die Luft (Tröpfchen). Wichtigste Maßnahme zur Vermeidung einer Übertragung ist daher das konsequente Anwenden von Hygienemaßnahmen wie die hygienische Hände- und Flächendesinfektion.

Mögliche Übertragungswege für MRSA sind:

  • Direkter Kontakt: Körperkontakt, vorwiegend über die Hände
  • Indirekter Kontakt: Kontaminierte Materialien, bspw. Arbeitsflächen, Stauschläuche, Kleidung oder Patientenakten
  • Tröpfcheninfektion: Speichel/Sekret vom Husten oder Niesen

Folgende Bedingungen begünstigen eine MRSA-Besiedlung und -Infektion:

  • Das Risiko einer MRSA-Kolonisation steigt mit zunehmender Zahl der Bakterien: je mehr Keime vom MRSA-TrägerInnen auf andere Personen übergehen, desto höher ist das Risiko einer Besiedlung
  • Wiederholte Exposition gegenüber MRSA, beispielsweise bei erneutem Krankenhausaufenthalt
  • Direkter Kontakt eines Keimträgers mit der Haut oder Schleimhaut einer anderen Person
  • Zugehörigkeit zur MRSA-Risikogruppe (s. Diagnostik/Nachweis)

Entsprechend der genannten Übertragungswege und begünstigenden Faktoren ist im Gesundheitswesen das Krankenhauspersonal die potentiell häufigste Verbreitungsquelle für MRSA. Die konsequente Einhaltung von Hygiene- und Präventionsmaßnahmen ist von elementarer Bedeutung.

Literatur

Kipp, F.; Hornberg, C. (2008): MRSA-Screening. Praxis und Ökonomie. Schopfheim: ComMed.

Multiresistente Erreger